Vorbereitung auf den Mutterschutz

V

Ich bin schwanger. Ziemlich schwanger sogar, nämlich im siebten Monat. Irgendwann im Januar soll unser Sonnenschein das Licht der Welt begrüßen. Zeit, den Mutterschutz und die Elternzeit vorzubereiten.

Als Frau bedeutet das für mich unglaubliche Veränderungen in meinem Körper, große Vorfreude und Spannung. Ängste habe ich zum Glück keine, ich kann die Schwangerschaft in vollen Zügen genießen, ohne Übelkeit und andere Zipperlein.

Als Unternehmerin hingegen bedeutet es schon Stress, das will ich nicht verhehlen. Es ist jetzt Ende Oktober. Weihnachten möchte ich in den Mutterschutz gehen, das ist dann ungefähr zwei bis drei Wochen vor dem errechneten (erratenen?!) Geburtstermin. Theoretisch kann das Baby auch dann schon kommen, aber ich hab ihr gesagt, dass sie sich gerne etwas Zeit lassen kann und wir es nicht eilig haben.

Wie lassen sich Selbstständigkeit und Mutterschaft vereinbaren?

Schon vor mir haben tausende Frauen ihre Arbeit und ihr Leben als Mutter kombiniert, ich mache also kein neues Fass auf. Für mich aber ist es das erste Mal in meinem Arbeitsleben, dass ich mehrere Wochen mehr oder weniger abwesend sein werde – je nach Kind vielleicht sogar Monate. Wie bereitet man so etwas vor?

 

Thema Elternzeit und Elterngeld

Wenn du selbstständig bist, hast du zunächst keinen gesetzlichen Anspruch auf Mutterschutz, sondern bist für dich selbst verantwortlich. So ein bisschen beneide ich in diesem Fall meine angestellten Mitschwangeren, die einfach irgendwann ihren Schreibtisch aufräumen und vier Wochen vor der Geburt verschwinden, ohne einen Gehaltsausfall zu riskieren.

Das geht bei mir nicht, also muss ich vorsorgen. Ich spare schon jetzt Geld an, mit dem ich mich im Dezember und Januar über Wasser halten kann, und dann werde ich Elterngeld beantragen. Ja, das geht auch als Selbstständige.

Ich lege jeder werdenden Mutter ans Herz, ein paar Euros zusammenzukratzen und eine Elterngeldberatungsstelle aufzusuchen (bzw. sich anrufen zu lassen). Bei dieser Beratung haben wir nämlich herausgefunden, dass ich durchaus ganz gut mit dem Elterngeld über die Runden kommen werde, auch wenn ich nicht oder nur wenig arbeiten kann (bis zu 30 Stunden darf man ja nebenher arbeiten gehen). Finanziell brauche ich mir also vorerst keine großen Sorgen zu machen.

Ich sorge mich eher um mein Business als solches.

 

Projekte, die jetzt vorbereitet werden müssen

 

Momentan fühle ich mich ein bisschen wie ein ägyptischer Zwangsarbeiter beim Bau der Pyramide. Ich habe einfach zu viel auf dem Zettel, aber andererseits muss ich auch vieles vorbereiten, damit ich in Ruhe ab Weihnachten die Füße hochlegen kann. Folgende Projekte empfinde ich als wichtig und möchte sie noch in diesem Jahr anstoßen oder abschließen:

 

frei und wunderbar

Mein neuer Blog freiundwunderbar.de soll im Dezember online gehen. Das wirkt erstmal paradox – drei Wochen online und dann gehe ich in den Mutterschutz? Aber deshalb bereite ich ja alles vor: Ich schreibe Artikel im Voraus, plane ein paar Automatisierungen und möchte einfach schonmal starten. Glücklicherweise ist das ja kein Projekt, an dem mein Gehalt hängt, das heißt, wenn ich mal doch nicht dazu kommen sollte, dort Beiträge zu veröffentlichen, ist es kein Beinbruch. Mein Ziel ist, dass die Seite im Dezember steht, einmal in der Woche Beiträge erscheinen und man die Möglichkeit hat, sich in den Newsletter einzutragen.

 

Vom Schreiben leben

Mein Hauptaugenmerk liegt gerade auf meinem Lieblingsherzensblog. Hier steht auf meiner Liste, dass ich 24 Beiträge vorschreiben will – einen Großteil davon werde ich tatsächlich im NaNoWriMo machen (neben dem nächsten Projekt, siehe unten).

Zum Blog gehört auch der YouTube-Kanal. Aus Vereinfachungsgründen habe ich mich hier dazu entschlossen, statt 24 Videos im Voraus zu drehen (was ich nie schaffen würde), 12 Videos anzupeilen und 12 Podcasts aufzunehmen (also nur Ton). Hierbei ist es mir nicht unendlich wichtig, ob wirklich jede Woche etwas online geht, denn da hängt kaum mein Leben von ab.

 

Onlinekurse

Eine Änderung steht an, was meine Kurse betrifft. Bisher habe ich alles selbstgemacht: Das Hosting der Webseite, die Inhalte, die Administration im Hintergrund, die E-Mails, und so weiter. Das werde ich nun etwas outsourcen.

Derzeit bereite ich vor, meine Kurse auf elopage zu hosten. Das ist ein Anbieter wie teachable oder udemy, der mir beim Drübergucken gut gefallen hat – vor allem, weil man nicht nur Kurse anbieten kann, sondern auch einzelne elektronische Dokumente, also beispielsweise ein bezahlbares PDF. Ich erhoffe mir dadurch etwas Erleichterung im ganzen Verwaltungsapparat, weil ich mal davon ausgehe, dass ich bei Problemen einfach den Support anschreiben kann und den Fehler nicht selbst suchen muss.

Also übertrage ich gerade die ganzen Kursinhalte vom WOW-Kurs, vom Marketingkurs und vom Self-Publishing-Kurs zu diesem System.

 

Einarbeitung meiner Assistentin

Ich habe es endlich gewagt 😀 Schon seit ich denken kann, möchte ich jemanden haben, der mich bei diesen und jenen Dingen unterstützt, aber bisher hat es sich nie ergeben. Jetzt ist der Druck bei mir so groß, dass ich mich traue, eine Assistentin zu beauftragen, mir bei meiner ganzen Verwaltung zu helfen.

Ich habe mich für die liebe Bianca entschieden, von der du möglicherweise zukünftig dann auch öfter mal was hören wirst, wenn du mit mir in Kontakt trittst, denn ich werde sie unter anderem beauftragen, meine E-Mails im Blick zu behalten und auf manche davon zu antworten. So möchte ich gewährleisten, dass auch während meiner Abwesenheit zumindest nichts Wichtiges liegen bleibt.

Auch diese Seite werde ich ihr anvertrauen, sodass hier immer die Updates zu all meinen Projekten up to date bleiben.

 

Liebesroman im November

Und, ach ja, ich bin ja eigentlich Schriftstellerin: Vielleicht sollte ich mal wieder einen Roman schreiben.

Ich arbeite ja mittlerweile bereits seit mehr als einem Jahr an meinem Liebeskrimi/Thriller. Der ist auch soweit in der Vorbereitung und ich schreibe am Inhalt, aber da das ein Verlagsbuch werden soll (falls es klappt), habe ich mir überlegt, dass es mal wieder Zeit wäre, einen Liebesroman zu veröffentlichen.

Zum Glück ist im November Schreibzeit angesagt. Ich verbringe die Woche vom 6. bis zum 13. November mit ein paar anderen Autoren in einem Ferienhaus und wir werden den ganzen Tag schreiben – mal sehen, wie viel ich da für diesen Roman schaffen werde. Je nach dem, wie schnell ich bin, würde ich ihn gerne im Januar noch herausbringen (oder, falls das Baby eher kommt, dann eben im Anschluss, wenn ich mich wieder fit dafür fühle).

 

So, das war mal ein Überblick über die Dinge, die bei mir gerade anstehen. Neben dem beruflichen Kram gibt es auch privat noch einiges zu erledigen: Das Kinderzimmer ist noch nicht tapeziert und wir haben auch noch keine Möbel; der Flur soll noch renoviert werden; es wird gerade ein Raum an unser Haus angebaut, der später zu meinem Büro wird (was auch bis Weihnachten abgeschlossen sein soll), und so weiter.

Langweilig wird es jedenfalls nicht.

 

Und noch ein Wort an die besorgten Menschen unter euch

Ich weiß, dass ich mich schonen muss, wenn es mir und dem Baby zu viel wird. Seit ich mal knapp an einem Burnout vorbeigeschlittert bin, habe ich auch sehr feine Antennen dafür entwickelt, wie viel ich mir zumuten kann und wann ich alles liegen lassen sollte.

Ich arbeite im Schnitt nur rund 30 Stunden in der Woche, weil ich mir jeden Tag drei bis vier Stunden Mittagspause gönne, in der ich in Ruhe esse, mich 1-2 Stunden schlafen lege und eine Stunde mit dem Hund rausgehe.

Es ist sehr lieb von euch, dass ihr euch Sorgen um mich macht und ich weiß das zu schätzen. Keine Angst, ich werde mich nicht übernehmen (dafür wird mein Mann schon sorgen  😉 ).

 

Habt es gut!

Annika Bühnemann

About the author

1 comment

Kommentar verfassen

  • Liebe Annika, ich wünsche dir alles Gute! Auch ich bin Schreibmama! <3

    Ein Tipp (falls nicht schon bei der Elterngeldberatungsstelle gehört): plane 2 Monate ein, die das Elterngeld zur Bearbeitung brauchen kann (hier in Köln wartet man jedenfalls solange und ich war darauf nicht vorbereitet). Du bekommst es zwar nachgezahlt, aber trotzdem gut zu wissen.

    Ansonsten wünsche ich dir eine wunderschöne Restschwangerschaft, eine Geburt in der du dich stark fühlst und eine schöne Kuschelzeit!

By Annika

Per E-Mail über neue Beiträge informiert werden

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 5.489 anderen Abonnenten an