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ANNIKA BÜHNEMANN

kreativ leben . frei bleiben . minimal werden .

Der erste Tag ganz allein mit Baby (Update KW 07/2018)

Der erste Tag ganz allein mit Baby (Update KW 07/2018)

Was ist passiert?

Vier Wochen Elternzeit haben sich für meinen Mann dem Ende entgegengeneigt und er ist ab Donnerstag, dem einmonatigen Geburtstag unserer Maus, wieder arbeiten gegangen. Ich war also zum ersten Mal einen ganzen Tag lang mit einem (meinem! ❤️) Baby alleine zu Hause.

Was soll ich sagen: Sie hat vormittags für zwei Stunden geschlafen, war dann mittags wach, hat nachmittags während der Gassirunde noch einmal geschlafen, war wieder zwei Stunden wach und wir haben uns anschließend auf dem Fernsehsessel das Nachmittagprogramm bei VOX angeguckt (boah, wie lange hab ich nicht mehr fern gesehen!) und sind schließlich eingeschlafen, bis Papa nach Hause kam.

Wenn es doch immer so einfach bliebe ? Mir ist natürlich klar, dass es immer anstrengender wird, je älter die Kinder werden, aber so wie es jetzt ist, ist es für mich noch mit sehr viel Freiheit und Zeit verbunden. Ich genieße es!

Das Bühnemädchen ist einen Monat alt

 

 

Learning der Woche

 

Viele Dinge, die von „der Gesellschaft“ ständig schlechtgemacht werden, sind halb so wild.

 

 

Das Bühnemädchen und Annika Bühnemann

Gedanken

 

Muss ich mich dafür schämen? Ich fühle mich nicht total übermüdet oder gerädert. Wenn das Kind mal eine Stunde lang schreit und ich nicht weiß, warum, verzweifle ich nicht. Windelwechseln ist lange nicht so ekelig wie ich angenommen hatte (im Gegenteil, gerade mit dem ziemlich geruchlosen Muttermilchstuhl finde ich überhaupt nicht schlimm, und das obwohl unsere Tochter bei 9 von 10 Windeln nicht nur Pipi macht).

Natürlich höre ich sofort wieder die Gegenstimmen: Die eine Hälfte ruft „Wart’s nur ab! Wenn sie älter ist, wird das alles schlimmer!“ und die andere Hälfte ruft: „Das ist eine Ausnahme! Mein Baby hat [hier wahlweise einfügen: die ganze Zeit geschrien / nie länger als eine Stunde am Stück geschlafen / mich in den Wahnsinn getrieben / …].“

Klar ist es nicht bei jeder Familie so einfach und ja, natürlich wird das anders, wenn sie erstmal krabbelt oder Zähne kriegt oder was auch immer.

Aber bitte, liebe Mütter, gönnt es einer jungen Mutter doch auch, wenn die Anfangsphase mal nicht anstrengend ist.


 

Wie war das denn bei dir in den ersten vier Wochen mit Kind? Auf einer Skala von 1 bis 10, als wie anstrengend hast du die Zeit mit Baby ganz zu Anfang empfunden?

Ich hatte vor der Geburt immer das Gefühl, dass ich keine drei Minuten Zeit für mich haben würde, wenn das Kind da ist. Bei UNS (!) ist es aber so, dass ich durchaus jeden Tag meine zwei bis vier Stunden habe, in denen sie schläft und ich wach genug bin, um etwas zu erledigen.

Wie sind deine Erfahrungen?

 

Annika Bühnemann

3 comments

  1. Martina Bachtrögler says:

    Liebe Annika,
    ich verfolge ja Deinen Blog vomschreibenleben schon länger und freue mich sehr, dass ich nun diesen Blog hier gefunden habe, wo Du über Dein Privatleben berichtest.
    Herzliche Gratulation zu Eurer Tochter! Ich wünsche ihr alles Liebe und Gute auf ihrem Lebensweg!

    Es ist wunderbar, dass Du so eine schöne angenehme Anfangszeit mit dem Baby hast! Genieße es und lass es Dir nicht vermiesen von Aussagen wie „Du wirst schon noch sehen….“!!!!
    Ich hatte bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten (die hörten genau da auf, wo ich mich auf mich und meinen Körper verließ und gute Ratschläge gute Ratschläge sein ließ! ;-)) eine schöne Schwangerschaft und dann eine schöne Babyzeit. Mein Kind war und ist sozusagen ein ‚Vorzeigekind‘ (zugegeben, so mancher Lehrer hat da eine GANZ andere Meinung dazu ;-)). Er ist zwar schon 21 Jahre alt und vermutlich sehe ich die Kinderzeit schon etwas verklärt, aber es war von Anfang an eine schöne Zeit.
    Ja, es gibt Kinder, die von Anfang an viel Schlaf brauchen und das auch in einem für die Eltern angenehmen Rythmus tun. Es gibt Kinder, mit denen die Zahnphase (bei meinem Sohn habe ich nie mitgekriegt, dass er wieder einen Zahn bekommt!), die Trotzphase und all die anderen Phasen ‚gut‘ zu meistern sind.

    Meiner Erfahrung nach kommt es sehr viel darauf an, wie die Eltern sind. So entspannt, wie Du Dich anhörst, denke ich, dass Ihr die besten Voraussetzungen dafür habt, dass es eine schöne Familienzeit wird. Da wird die eine oder andere durchwachte Nacht, die Auseinandersetzung mit diversen Lehrern und eine Zeit der Türenknallerei in der Pubertät auch gut zu meistern sein. Ja, natürlich werden auch Sorgen und Probleme auftauchen! Hört dann einfach auf EUCH, dann findet Ihr auch die für Euch besten Lösungen!

    Alles Liebe und Gute auf Eurem gemeinsamen Weg!

    Liebe Grüße aus Österreich
    Martina

  2. Die ersten vier Wochen waren – abgesehen von der ersten Woche, in der mein Sohn in der Kinderklink war – rückwirkend betrachtet eine ruhige, entspannte Zeit. Klar, alles war neu. Man kommt kaum mit, mit den Entwicklungs- Schüben. Doch im Vergleich zu dem, was später kam, war es easy. Aber das erste Jahr mit Kind ist irgendwie generell so: Immer, wenn es mal super läuft und alles flutscht, kommt meist was Neues um die Ecke, auf das man sich einstellen muss. Aber, das geht jedem so. Und ich habe das Glück, einen recht pflegeleichten Sohn zu haben. Nur in Wachstumsphasen „tickt“ er etwas aus. 😉
    Ich wünsche dir alles Gute und gebe dir den Tipp: Falls es etwas gibt, das du erledigen willst/ musst – schieb’s nicht auf, bloß weil du etwas müde bist, sondern mach es, bevor eine Phase kommt, die richtig an deinen Kräften zehrt. Denn die wird kommen.

  3. Heike Schuppert says:

    Liebe Annika, das ist toll für dich und genieße es. Bei unserem großen( heute 28) war es das mal so und mal so. Es gab Tage da ging alles ganz easy und ruhig und dann gab es aber auch Tage die waren echt Anstrengend. Es hilt sich die wage und heute, wir habe drei Kinder ( 28, 26 und 21) wenn ich so darüber Nachdenke, war es die schönste Zeit in meinem leben unsere drei Kinder groß zu ziehen. Es war anstrengend, es war manchmal eine Kathastrophe, wir haben geweint, gelacht und einfach gelebt. Es war toll und manchmal fehlt es mir, doch heute mit fast 51 Jahren möchte ich nicht noch einmal von vorne Anfangen, doch es war die schönste und Intensivste Zeit meines Lebns. Genieße sie in vollen Zügen, so viele Gefühle; intensive Gefühle wirst du in deinem Leben nie wieder empfinden.
    Mit ganz lieben grüßen Heike

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